Ihr Unternehmen hat einen Ausbildungsplatz zu vergeben und Sie suchen nach einer Person, die Ihren Anforderungen und Wünschen entspricht? In der letzten Zeit ist es jedoch immer schwieriger geworden, potentielle Auszubildende für Ihr Unternehmen zu begeistern? Damit sind Sie nicht allein: Laut dem Berufsbildungsbericht 2024 lag die Zahl der unbesetzt gebliebenen betrieblichen Ausbildungsstellen im Jahr 2023 bei 73.444 (im Jahr 2009 lag dieser Wert bei 17.766 Stellen). Dem gegenüber standen 26.381 unversorgte Bewerber/-innen. Ein großes Problem ist also die Passung zwischen Angebot und Nachfrage.
Um auch zukünftig Auszubildende gewinnen zu können, sollten Unternehmen eine Strategie entwickeln, die eine Vielzahl von Aktivitäten umfasst und langfristig angelegt ist. Geht man hierbei kontinuierlich kleine Schritte, kann man bei der Rekrutierung von Auszubildenden erfolgreich sein.
Um Ausbildungsmarketing wirkungsvoll umsetzen zu können, muss zunächst die Zielgruppe genauer analysiert werden. Hier spielen die Besonderheiten der Generation Z und die Veränderung von Werten und Dynamiken eine Rolle.

Was treibt die Auszubildenden der Generation Z an und was macht sie besonders? Wie können Sie die Stärken dieser Generation für die Ausbildungspraxis in Ihrem Betrieb zu nutzen? Weshalb spielen hierbei digitale Medien eine wichtige Rolle? Antworten auf diese und weitere Fragen bietet der Lernbaustein "Generation Z".
Neben der Sichtweise der Auszubildenden ist es wichtig, dass Sie als Unternehmen "ihre Zielgruppe" definieren, um zu wissen, wen und was Sie eigentlich suchen. Nehmen Sie sich die Zeit und beantworten Sie folgende Fragen, um ein klares Anforderungsprofil zu erstellen:
- Welche Fähigkeiten und Kenntnisse erwarten Sie und sind für die Ausbildung unabdingbar (schulisch, sprachlich, handwerklich etc.)?
- Welche sozialen Kompetenzen, Fähigkeiten und Werte sind Ihnen besonders wichtig?
- Gibt es bestimmte Begabungen und Charaktereigenschaften, die Bewerbende für Ihren Ausbildungsbetrieb mitbringen müssen?
Die Erstellung eines Anforderungsprofils kann bei der Auswahl und Entscheidung darüber helfen, ob eine Bewerberin oder ein Bewerber den Anforderungen des Berufes und des Betriebes entspricht. So können die Chancen auf eine erfolgreiche Ausbildung erhöht und einem möglichen Ausbildungsabbruch vorgebeugt werden.
Bei der Wahl eines Ausbildungsbetriebes müssen Unternehmen Bedürfnisse auf verschiedenen Ebenen erfüllen. Teilweise beziehen sich die Bedürfnisse auf...
- ... die Ausbildung selbst
es gibt zuständige Ausbilder/-innen für die Ausbildung
frühes selbstständiges Arbeiten möglich
attraktives Gehalt während der Ausbildung - ... die Außenwirkung des Unternehmens
der Betrieb hat einen guten Namen
der Betrieb legt Wert auf Geschlechtergleichheit
der Betrieb legt Wert auf nachhaltige Strukturen und Prozesse - ... unternehmensinterne Faktoren
gute Chancen auf Übernahme
Einsatz moderner Technik bei der Arbeit
wertschätzendes Betriebsklima
Mitarbeiter/-innen haben Möglichkeiten zur Mitgestaltung - ... Aspekte, die das Unternehmen nicht beeinflussen kann
Entfernung zum Wohnort von Ausbildungsinteressierten
Ihr Unternehmen kann also an verschiedenen Stellen ansetzen, um die Attraktivität der Ausbildung für Ihre Zielgruppe zu steigern. Diejenigen Ausbildungsbetriebe, die über das Normalmaß hinaus etwas anbieten und in die Jugendlichen investieren, haben beim Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte die Nase vorne. Positiv spricht sich zum Beispiel herum, wenn Sie...
- ... über Tarif bezahlen
- ... Fahrtkosten übernehmen (falls Auszubildende etwas weiter weg wohnen)
- ... berufliche Weiterbildungen anbieten
- ... Auslandsaufenthalte ermöglichen können

Nachhaltigkeit als Attraktivitätsmerkmal
Jungen Menschen ist Nachhaltigkeit ausgesprochen wichtig. Umweltschutz, faire Arbeitsbedingungen ressourcenschonende Prozesse und Chancengleichheit sind deshalb auch bei Karriereentscheidungen wesentliche Faktoren, die Unternehmen adressieren sollten. Ausbildungsbetriebe, die nachhaltig agieren können bei der Generation Z punkten.
Voraussetzung für gutes Ausbildungsmarketing ist, dass die Qualität der Ausbildung stimmt. Bevor Sie sich für Kanäle entscheiden, auf denen Sie für Ihre Ausbildung werben wollen, muss eine Stellenanzeige erstellt werden. Die folgende Checkliste kann Ihnen dabei helfen, diese für potentielle Auszubildende interessant zu gestalten:

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